FAQ

Eine Seebestattung beauftragt man nicht alle Tage, deshalb gibt es immer viele Fragen.

Einige davon haben wir hier schon beantwortet.

Für weitere Fragen rufen Sie uns gerne an oder schreiben Sie uns eine E-Mail.

In der Regel wird die Urne vom Krematorium oder vom Bestattungsinstitut zunächst an unser Kontaktbüro in Deutschland gesendet. Von dort wird die Urne persönlich und in einem speziellen gesonderten Koffer im Handgepäck auf die entsprechende Insel geflogen. Es gibt auch die (kostengünstigere) Möglichkeit, die Urne per DHL-Paket nach Spanien zu versenden. Hier sind aufgrund der Besonderheit des Pakets und der notwendigen Zollabfertigung allerdings Paketlaufzeiten von bis 4-6 Wochen vorgekommen.

Alle von uns verwendeten Boote haben eine entsprechende Zulassung und werden von einem erfahrenen Schiffsführer geführt. Oft ist es der Eigner. Für alle Teilnehmer sind Schwimm- bzw. Rettungswesten an Bord, ebenso die behördlich vorgeschriebene Signal- und Rettungsausrüstung.

Wir führen von allen Abfahrtshäfen auch Seebestattungen ohne die Teilnahme von Angehörigen durch, sogenannte unbegleitete Seebestattungen. Hier verwenden wir die gleiche Ausstattung, vom Blumenschmuck an Bord über die Aufbahrung bis zum Blütenteppich auf See. Die Angehörigen erhalten von uns dann eine Fotodokumentation zusammen mit der Seebestattungsurkunde.

Anders als z.B. in Deutschland darf die Asche in Spanien auch in den entsprechenden Seegebieten frei im Meer verstreut werden. Die Angehörigen beschreiben dann häufig ein besonderes Gefühl des Freigebens oder Loslassen. Etwa die Hälfte der Angehörigen entscheiden sich hierfür, die anderen Fälle werden klassisch mit der feierlichen Absenkung einer auflösbaren Seeurne durchgeführt.

Da die Bestattungsfahrt auf einer Yacht stattfindet, ist eine formelle Kleidung eher nicht passend. Es empfiehlt sich, auch bei gutem Wetter eine warme Jacke mit an Bord zu nehmen. Der Wind auf dem Meer kann zu allen Jahreszeiten recht kühl sein. Je nach Wind und Seegang können auch mal ein paar Spritzer Seewasser an Deck kommen. Auf vielen Yachten ist es auch Sitte, dass die Teilnehmer Bootsschuhe tragen oder bereitgestellte Überschuhe benutzen.

Die Kosten unterscheiden sich je nach Insel, Bootsgrößenklasse und gewünschten Zusatzoptionen. Die Preisübersicht finden sie hier.

Auf allen Booten gibt es nichtalkoholische Getränke wie Mineralwasser oder Cola. Manche Familien möchten nach der Seebestattung gerne an Bord mit einem Sekt oder Schnaps auf den Verstorbenen anstoßen. Das machen wir gerne möglich, und kann im Vorgespräch abgesprochen werden.

Auf den größeren Yachten kann auch ein Catering bestellt werden, das dann als Buffet an Bord aufgestellt wird. Auch dies kann Vorgespräch abgesprochen werden.

Die eigentliche Trauerfeier ist in der Regel schon im Heimatort erfolgt. An Bord gibt es eine traditionelle seemännische Zeremonie mit einer kurzen Ansprache. Wenn eine typische Trauerrede mit Bezug auf den Lebensweg des Verstorbenen an Bord gewünscht ist, besteht die Möglichkeit, einen Pastor oder Pfarrer hinzu zu bitten. Auf vielen Inseln gibt es deutsche Gemeinden, die diesen Dienst gegen eine kleine Gebühr anbieten. 

Wir bieten für die meisten Abfahrtshäfen verschiedene Bootsgrößen an. Das beginnt mit einer kleineren seegängigen Motoryacht, auf der neben der Besatzung und dem Bestatter noch vier Angehörige mitfahren können, über mittelgroße Yachten für bis zu 10 Teilnehmer. Ebenso sind Fahrten mit Segelyachten, Luxuskatamaranen und Traditionsseglern für bis zu 50 und mehr Personen möglich.

Kinder dürfen an den Fahrten teilnehmen, dies muss jedoch vorher besprochen werden. Damit soll sichergestellt werden, dass auch entsprechend der Größe und dem Gewicht des Kindes Kinderschwimmwesten an Bord sind. Kinder müssen zwingend während der gesamten Fahrt Schwimmwesten tragen, egal bei welchem Wetter.

Häufig werden zu Jahrestagen oder Geburtstagen Erinnerungsfahrten in das gleiche Seegebiet durchgeführt. Dabei können an der früheren Bestattungsposition Blüten im Meer ausgebracht werden und das Boot macht dort einen Halt oder fährt eine Erinnerungsrunde.

Nach der Bestattungsfahrt erhalten die Angehörigen von uns eine Urkunde mit einem Auszug aus dem Bordbuch. Dort sind die Uhrzeit und die nautische Position angegeben. Eine Kopie dieser Urkunde senden wir als Bestattungsnachweis an die zuständigen Behörden im Heimatland. Ebenso können ein Auszug aus der Seekarte mit der eingetragenen Position und, falls gewünscht, aufgenommene Fotos übersendet werden. Diese Unterlagen erhalten Sie in der Regel einige Tage nach der Seebestattung per E-Mail vom Büro aus Deutschland zugesendet.

Die Bestattungsfahrt dauert in der Regel, abhängig vom gewählten Seegebiet, mit Ab- und Anlegen rund eine Stunde. Häufig treffen sich die Teilnehmer danach in einem der Hafencafés.

Seekrankheit auf einer Bestattungsfahrt kommt nicht so häufig vor. Wenn der Seegang sehr hoch ist oder bei starkem Wind verschieben wir die Abfahrt in gegenseitiger Absprache schon mal auf den Abend oder den nächsten Tag. Wer aus Erfahrung eine Seekrankheit befürchtet, sollte entsprechende Reisetabletten einnehmen und dies der Crew bei der Abfahrt mitteilen, sodass eventuell eine ruhigere Position auf See oder in einer Bucht gesucht werden kann. Bei entstehender Seekrankheit kann die Fahrt auch abgekürzt werden. In der Regel tritt eine Seekrankheit nicht plötzlich auf, sondern benötigt einige Zeit um sich zu entwickeln, sodass meistens rechtzeitig ruhigeres Wasser aufgesucht werden kann.

Bei hohem Seegang oder stürmischem Wetter kann die Abfahrt in gegenseitiger Absprache auch verschoben werden. Entweder auf den Abend (oft wir der Wind am Abend schwächer) oder zur Not auch mal auf den nächsten oder übernächsten Tag. Wichtig ist, dass die Seebestattung in einem sicheren Umfeld durchgeführt werden kann und den Teilnehmern in guter Erinnerung bleibt.

In der Regel können wir uns mit dem Bestattungstermin nach den Reiseplänen der Angehörigen richten. Meistens wird im Heimatort nach der Einäscherung noch eine Messe oder Andacht abgehalten, bevor die Urne an uns übergeben wird. Wenn die Angehörigen dann die Flüge und Unterkünfte gebucht haben, legen wir den Bestattungstermin im Rahmen der Verfügbarkeit der Boote gemeinsam fest. Dies ist häufig 1-2 Wochen nach der Trauerfeier. Es gibt aber auch Fälle, in denen die Urne längere Zeit, teilweise mehrere Monate, bei uns im Institut verwahrt wird. Dies ermöglichen wir gerne bis die Angehörigen einen gemeinsamen Termin wahrnehmen können, der oft auch mit einem nachfolgenden Kurzurlaub verbunden wird.